Die Leitern des Herbstes
© by @nordplatzdichter Instagram

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Ich stehe wie ein fallender Stein auf den rostigen Leitern des Herbstes.
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Ich presse meinen leeren Magen wie einen Blasebalg
bedecke die Landschaft mit feinem Schnee mit geriebenem Kristall und weißen Krähen.
Hinterlasse gefrorene Seen und Küsten Splitter von Eis auf Wellen die gegen verschlossene Zimmertüren branden
und elysische Wiesen, bedeckt vom astralen Ejakulat eiserner Wolkentürme.
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Das Gebrüll der Gleise klingt wie elegischer Jazz in den endlosen U-Bahn-Tunneln des Herbstes.
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Der Kamin ist nur ein Schacht zwischen Inferno und Paradies durch den ein Sturm ins Haus kriecht als dickes, schwarzes Wachs, das sich als holographischer Aal in Kerzenflammen verbeißt sich als der Atem eines Hundes auf kalte
Fenster legt dann im blaukalten Geflacker eines Monitors aushärtet; das Gesicht einer lebendigen Statue.
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Radioaktive Kirschblütenblätter fallen auf die rot gestrichenen
Schlachthäuser des Herbstes.
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Kolonnen von Liebenden entlauben Bäume und Sträucher
stehlen kupferne Blätter, um sie unbeschrieben in den Hochöfen ihrer Manteltaschen zu verbrennen
küssen einander die Atemluft aus den Mündern und hinterlassen sich nach dem Sex Bissmahle und wunde Muskeln die silbrig schimmern wie flüssiges Zinn sie ausweisen als schwanenköpfige Orphiker die auf Sternen kauen, als wären sie nur glimmendes Salz.
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Wir suchen nach den letzten Funken der göttlichen Schöpfung
hinter den keuchenden, verschwitzten Clubtüren des Herbstes.
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Frauen tragen hautenge Scheiterhaufen, schlucken Träume und Granit in winzigen Pillen während sich die Schädel der Männer an Ledersohlen reiben und entzünden wie Streichholzköpfe.
Auf den Böden ihrer Herzkammern schleifen sie Reste der Sonne zu Sicheln für die Ernte und während ein Waldbrand in einer Flasche durch den Kofferraum rollt werden die unsichtbaren Windungen nächtlicher Landstraßen
Finger, die im Dunkel über Körper und Stoff streichen;
in Glas gefasste Momente, die leblos den Strom hinabfließen.
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Ich stehe wie ein Mantel ohne Person auf den Leitern des Herbstes aufgeteilt in Windenhoffnungslos und frei.

19.12.2019

Hier noch eine weitere Version von nordplatzdichters Text: Die Leitern des Herbste

Mein Nirvana 15


Zum Sprung ansetzen und das
kalte Wasser lesen, gibt keinen
Sinn.


O du mein Nirvana, ich spüre dich
noch, weil meine krummen Blickwinkel mich ins Unbekannte
schupsen.


Wen ich mich fallen lasse,
bin ich dir nah mein Freund,
du nahe Sterblichkeit, du, der mich
an der Seele kratzt, immer dann, wenn ich heimlich zu den Göttern blicke.


Bleiern liegen mir dann die Wortfetzen als Soldaten, im zu großen Magen.


To take pills / take the thrills.


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20.12.2019

 Guter Zweck – Liebe 16


Ich war nicht mehr da. Nach mir suchen, war zwecklos.  Der Versuch,  aussichtslos. Alles schien hoffnungslos.


Das Vakuum der Veränderung
kam unerwartet, aber hielt an.


Ich bin wieder da. Ich war nie weg.
Habe mich finden lassen. Man fand mich, halb tot.


Man fand mich,
           für den einzig guten Zweck -

                   

                       Liebe.

Krumme Gedanken 17


Seine krummen Gedanken
       wollen nicht heilen,
das macht ihn aus;


In seinem Haus,
       läuft es gerade gut.


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21.12.2019

Gütige Seele 18


Und ich warf mich und
meine Zerrissenheit auf
wie das letzte Aufbäumen
des Konfettis.


Und du hast mich wieder
zusammengefügt Teil für
Teil wie ein 10’000er Puzzle
am Ende der Zeit.


Reich mir deine Hand, meinte deine gütige Seele und ich empfand
neue Glückseligkeit.


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Wahrheit der Realität 21

Die Fantasie eines Traumes
ist manchmal die Wahrheit
der Realität.


Obwohl
sind wir nicht alle
ein bisschen
RARA AVIS?

Fiebrige Schwerelosigkeit 23

Fiebrige Schwerelosigkeit
Der Blick
Verloren


Tausend Momente geboren
Und doch
Von der Zeit
Verschlungen


Ich jage den Hirngespinsten
Nach
Vergeblich


Der schwere Schritt der Sonne
hat mich eingenommen
und lässt mich innerlich
verbluten & verrecken


In den Fiebertraum geschmissen
Und den Blick verloren
Stapfe ich in tausend
Trübe Momente Ewigkeit
Und löte mir das Hirngespinst
Aus des Synapsen


Das Hirngespinst ist tot

Nur meine Wahrheit liegt
Gekrümmt und wehmütig
Am Ende eines verblassten
Echos


Ich erwarte nichts

Nachttischschublade 19


Wenn ich zu Bett gehe,
lege ich meine dünne Haut
in die Nachttischschublade.


Ein Kuss von dir reicht mir,
für den zweisam - einsamen
Schlaf.

22.12.2019

Tote Winkel 22


     Ich werfe mich
in die toten Winkel meiner
elysischen Synapsen


Das geflügelte Wort
         will mich

Die Seufzer der Verzweiflung
ertrinken im Trauerspiel
der Zeit




23.12.2019

Zinnoberrote Träume 20


Er war
das stinkende Ejakulat
der Einsamkeit.


Der Zugang zu ihm
war verschlossen.

Er hatte sich nicht erschossen
aber die zinnoberroten Träume
schreckten ihn immer wieder auf.


Zitternd lag er in der
unwürdigen Fantasie
mit ohne Zukunft zu leben.

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Jetzt
     wünschte ich mir
das geflügelte Wort als Versprechen
               an meine welke Seele


   Der Wunsch in seiner Blässe
betrübt mich und
meine Sehnsucht nach Liebe
hängt sich auf an der Strecke
             der Melancholie


O einzigartige Morgenröte
ich blicke sehnsuchtsvoll in dich
                           hinein
und verdurste
an den blauen Tümpeln Poesie
in meinem Kopf


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Silhouette 25


In der Silhouette eines
Traumes, hörte er noch
das Echo eines
diamantenen Moments:


Die Ewigkeit
liegt schweissgebadet
im Purple Rain begraben.

24.12.2019

26 Wege in die Abstraktion:

    

     Richte dich auf

    

     Mach dich zum Denkenden

   

     Atme dich durch


     Liebe bedingungslos

Monoflossen 1. Version 29 


Taltentierte Jungfrauen mit
Monoflossen und Taucherbrille?


Waaaas zum Teufel sind Monoflossen?


Die Lust auf Glühwein war nie da.

Rauchige Verführung mit pfeffriger
Kruste und ein Spaziergang in die Tiefen der Seele, bleibt eine rauchige Verführung mit pfeffriger Kruste und ein Spaziergang in die Tiefe der Seele.


Wenn die alten Damen feiern, geben die Hirsche laut
und das Regenbogentrikot platzt.


Was die Komplizen der Zeit bieten?


Eselsmist, frisch oder abgepackt,
in Beuteln oder direkt vor die Haustür geliefert.

26.12.2019

Überlebende 27


In manchen Zeilen
liegt so mancher Schmerz
aber zwischen so manchen
Zeilen, die Überlebenden.

Mono-Momo 2. Version


Jungfrauen, Mono-Momo und

Glühwein. 


Verführung auf höchstem Niveau.


Verführung
in die Tiefen der Seele.


Die alten Damen feiern
und das Regenbogentrikot platzt.


Was bietet die Zeit?


Eselsmist
direkt vor die Haustür geliefert
und einen Besen
you know.

25.12.2019

27.12.2019

Die Puppen – Parade 28
lebt nach dem Limonaden-Prinzip


Schmuckstücke
werden saniert und aufgepäppelt
damit der freche Pinocchio
sein Abenteuer kriegt

Da geht einem (k)ein Licht auf


ZeitungsLyriks
zusammengewürfelte Lyrix aus der Zeitung

Wortfetzenkrieg 30

Bleiern
liegen die Wortfetzensoldaten
auf der Mauer auf der Lauer

Aluminiumhelm auf
Augen zu und durch

Augen zu und durch

 

Bleiern
liegt der Wortfetzenalien
im zu grossen Gedankenlaken

Aluminiumhelm auf
Augen zu und durch

Augen zu und durch

 

Bleiern
legt sich der Wortfetzensoldat
mit dem Wortfetzenalien an

Ich muss in Deckung gehen
Augen zu nichts hören

Augen zu und nichts hören

Absorbierte Stadt
Original by Jens_wolf66 Berlin


Die Stadt liebt Lügen.
Hundescheisse
braucht sie nicht.


Die Stadt
gibt sich reserviert.
Hinter jeder Mauer
wohnt eine entlassene Seele.
Papiere bitten den Reisswolf

um eine Antwort.


Die Stadt wird renoviert.
Flüchtige Anstriche
verschleiern
das Erscheinungsbild.
In Hinterhöfen lustwandelt
die Idiotenhorde.


Die Stadt speckt ab.
will nicht mehr
gegängelt werden.
Streunende Katzen
markieren ihr Gebiet.
So weit
wird es nicht kommen.


Stadt absorbiert sich,
absorbierte Stadt.


Absinth 


Ich habe Gott nie gesehen
auch nicht im Absinth


Wir haben unsere Gedanken
verloren und die schlechten Witze
in die Nacht gekotzt


Der Lizardking weilte im verfluchten
Nebel

das goldene Telefon ging verloren
im Nichts und wir
hatten bald nichts mehr zu sagen


Der Free-Jazz jaulte im Kalk der
Endzeit


Ich konnte das schlechte Omen
ignorieren und die hungrigen Katzen überhören


But I walked over the line
und trank Wein gegen die Panik


Gott
hat mich nie gesehen
auch nicht im Absinth


Vernünftig 32


Ich bin nur vernünftig, solange ich nicht zu allen Schandtaten bereit bin.

28.12.2019

Absorbierte Stadt
Original by Jens_wolf66 Berlin
2. Version by Mick Haesty L’Artyrik CH/D


Die Stadt liebt Lügen.


Die Stadt gibt sich reserviert.


Die Stadt renoviert
fluchendes Gedankengut


Die Stadt speckt ab.


Streunendes Unheil
markiert ihr Gebiet.


Stadt absorbiert
Stadt.

BEST OF 2019

31.12.2019

Vom Gestern 


Das Gestern,
das nicht jetzt ist,
legt er zur Seite,
legt er gar weit weg.


Das Gestern,
das nicht heute ist,
wirft er ins Vergessen,
wirft er gar weit weg.


Das Gestern,
das nichts mehr bedeutet
und doch die ganze Welt,
trägt er immerzu in seinem
Herzen, in seinem wilden
Herzen.

Aalglatt 33


Sie war der aalglatte Beton
und er die tiefe Melancholie


Die massgebliche Härte
führte zum Ende


Zum Ende aller Gefühle


Danach
ist er fast verhungert
an der Zerrissenheit
seiner Seele

Absorbierte Stadt
Original by Jens_wolf66 Berlin
3. Version by Mick Haesty L’Artyrik CH/D


Die Stadt liebt die Flüchtigkeiten
des Wassers. Auf der anderen Seite,
trockenes Land und Hundescheisse.


Die Stadt
gibt hinter jeder Mauer entlassene
Seelen frei. Papiere schreddert der
Reisswolf nicht,
die sind im Erscheinungsbild schon verschleiert genug.


Die Stadt erträgt Idiotenhorden
in Hinterhöfen und lustwandelt mit
streunenden Katzen.


Ach, die Stadt,
sie will nicht mehr gegängelt werden.

So weit ist es schon gekommen?

Stadt absorbiert Flüchtigkeiten
des Wassers, absorbiert Stadt.

Ausgeblutet 


Die Zeit bringt keine Wende:


Der Blick auf Stur gestellt
blutet die Hoffnung auf einen
Kompromiss - kompromisslos aus!


Die Geier wollen fressen
die Löwen nicht verhungern.

Copyright © 2020 Mick Haesty L'Artyrik CH/D

 

 

 

 

Die Perlen des Herbstes
© Haupttext by nordplatzdichter

bearbeitet by Mick Haesty L’Artyrik CH/D


Fallendes Silber, rostige Perlen des Windes.
Geriebener Kristall und weiße Krähen.
Splitter von Eis und Wellen.
           Elysische Wiesen, bedeckt von bitterem Ejakulat
und Leuchttürmen.


Das Gebrüll der endlosen Weiten und die Tränen
am Rande der Verzweiflung, klingen wie Free-Jazz

in seinen Ohren.

Der Kamin, ist nur ein Inferno holographischer Aale,
die sich an den süßlichen flammen festbeißen
und sich dann, im Geflacker toter Gesichter, in einer
lebendigen Statue aushärten.

Glasperlenregen fällt auf die Schlachthäuser der Zeit.

Liebende entledigen sich, stehlen schwarze Sonnenblumen -blätter, um sie angeschnuppert in ihren Manteltaschen zu verstecken, während sie einander küssen,
sich die Hoffnung aus den wirren Gedanken

stehlen und nach dem Akt der Leidenschaft,
glühendes Salz hinterlassen.


Wir suchen nach den letzten Funken Hoffnung und sind
hinter dem abgekämpften Herbst her.


Frauen schlucken Träume in winzigen Pillen, während die Männer sich aufheizen und sich wie Streichholzköpfe in den Point of no return werfen.
Sie schleifen die Reste der Sonne zu Sicheln dahin,
während eine Flasche durch den Proberaum rollt.


Ich stehe im fallenden Silber,
           aufgegeilt in den Winden, hoffnungslos und müd,
abgetragen und erschöpft,
                 auf daß mich die Zeit abtragen möge.

Aphorismen2019 Dezember

Allgemeine Infos zu den Bildern unter:


info@mickhaesty.ch

01.12.2019

Umstände         1/20


Das Leben,
so wie wir es nie wollten,
konnte sich uns,
unter Umständen - aufdrängen.


Nur die, die sich dem Leben unter den eigenen Umständen, aufdrängen
können, finden unter anderen Umständen, im Hobby ihre Berufung.

2/20


Wenn der Staub sich legt,
ist nicht immer gleich
alles klar.

02.12.2019

3/20


Der Schnürsenkel des Lebens, lässt mich immer wieder stolpern.

4/20


Es war wohl keine Liebe,

wenn sie ihn mit eben dieser, zum Hassen verführen konnte.

5/20


Ich denke, weil ich glaube
nicht dumm zu sein.

6/20


Glühend zu verehren heisst:
Werktage im Herzen
zu tragen.

Telefon-Terror-Typen 7/24


Diese Telefon-Terror-Typen
nerven echt.


Ich habe mich tot gestellt,
da haben sie mich weiter
genervt.


Ich habe mich tot gemacht,
da haben sie mir ihr Beileid
ausgesprochen.

10/24


Die wahre Liebe ist wie, wenn der Wind singt und das Meer ihre Zärtlichkeit schwingt:


Ein einziger Genuss!

03.12.2019

8/24


Echte Liebe ist irgendwie, irgendwann, irgendwo - unwirklich.

04.12.2019

11/24


Wer sich fürchtet, folgt der Vorahnung und steht damit,
im Schutze der Vernunft.
Nur nicht immer.

13/24


Ein Sturm im Wasserglas
wäre mir lieber gewesen.

9/24


Deine Konfettitränen duften nach Lavendelblauem Himmel. Aber was heisst das schon.

12/24


Die Liebe und die Verzweiflung gingen Hand in Hand in die
Einsamkeit:


Was für ein seltsames Paar!


14/24


Wer sich aus dem Fenster lehnt
muss sich vor den Steinen
im Glashaus schützen.

15/24


Zu handeln, ist unser Ziel.
Das Ziel ist Veränderung.
Nur reden wir zu viel.

05.12.2019

16/24


Im Nachhinein glaubt man immer, dass es wohl so
kommen musste.

17/24


Vorweihnachtszeit


Im Irrglauben, dass der Glühwein
uns schon wärmen werde,
stapfen wir frei und willig,
dem Tode entgegen.

18/24


Ich erlaube mir nun Liebe.

Die Zeit ist gekommen
und ich auch.

19/24 


Denn hinter jeder Angst steckt auch, der einsame Wunsch – mutig sein zu wollen.

20/24 


Die Zärtlichkeit der Liebe, lässt uns Hindernisse überstehen,
die wir sonst nie überwunden hätten. 

06.12.2019

07.12.2019

20/24 


Die Zärtlichkeit der Liebe, lässt uns Hindernisse über-stehen, die wir sonst nie überwunden hätten. 

21/24 


Der Irrglaube lässt uns Berge erklimmen, die wir nie über-queren wollten.


Die Ernüchterung kommt
wie eine Lawine.

22/24


Schwach ist nur der, der es
nicht zugeben kann.

23/24


Es sind immer die falschen Freunde,
die die falschen Freunde mitbringen,
um mit den falschen Dingen,
high zu werden

08.12.2019

26/24


Meine Alltagsgegenstände:

        

    Wort und Satz


             und Tummelplatz.


25/24


I love you klingt lächerlich einfach
und einfach lächerlich, wenn es
nur so dahin gemeint ist. 

09.12.2019

27/24


«Einen Moment bitte,» meinte er,

«ich bin mir nur noch nicht ganz
sicher, welchen Gedanken ich
zur Pforte der Wahrnehmung
mitnehmen soll.»

28/24


Die Politisierenden, um politisch
korrekt zu sein, sagen nie das
was sie meinen, selbst wenn sie
die Wahrheit sagen.

24/24


Es beginnt mich zu Brechreizen
wenn der Rassist sich über
Banalitäten empört.

29/24


Wer im Alptraum schwimmt,
schwimmt der Realität
hinterher. 

30/24


Mit der Zeit war mir die Geduld
abhandengekommen. Erst mit

der Liebe, die sich mit der Zukunft gepaart hatte,  wurde sie mir wieder Freund & Feind.

10.12.2019

32/24


Die Zeit kann ganz schön

dünn werden, wenn man

auf dem hohen Ross sitzt
und in die Einsamkeit reitet.

33/24


Nicht jeder, den man kennenlernt ist interessant. Das Interessante ist, wie man mit Langweilern umgeht.

34/24


Wer die Contenance bewahrt
gewinnt! 

11.12.2019

35/24


Sich zu bändigen heisst nicht, sich zu verleugnen. 

Zu Wort 36


Wenn ich male, dann aus der
Seele heraus.

Wenn ich schreibe, kommt -
nicht immer, aber immer öfter
écritrure automatique
zu Wort.

Banalitäten 38


Alles in mir muss raus,
auch Banalitäten.

Von der Umkehrung 41

Und welche Umkehrung
von der Umkehrung
macht die Umkehrung
komplett?

12.12.2019

Niveauangleichung 39

Gleich paraphrisiere ich deine
Nazifresse. Niveauangleichung
muss doch nicht sein.

Schwer 37


Die Liebe hat es ganz schön schwer, sie wird übersehen,
überhört und selten wirklich
gelebt.


Trotz allem wird sie so oft
gesucht wie Gott im Gebet
erhofft wird.


Und so nimmt das Drama seinen Lauf.

Der Schein trügt 40


Wäre die Welt eine Attrappe,
hätte sie wohl niemals so viel
Tiefgang.


Tiefgang ist selten geworden.


Der Schein trügt.


Er betrügt wohl eher, weil wir
«macht nichts» sagen, und uns wundern, wenn wir scheitern.


Es gehört dazu zu scheitern.


Ja, aber nicht ständig.

Auf die Ewigkeit 42

 

Inmitten zwei Augenblicken, lauert die Liebe und setzt
auf die Ewigkeit. 

43


Es gibt den Augenblick
und es gibt den Moment,
dazwischen lauert
die Ewigkeit.

unknown dream 44

 

bevor I think into this

unknown dream

I wanna give my wife

a good sleep kiss

13.12.2019

14.12.2019

Verdammter Masochist 45


Während mich damals, die seltsamen Tage immer wieder niederschlugen, stand ich
für weitere Schläge wieder auf:

Dieses Leben, machte mich,
zu einem verdammten
Masochisten!

Sadist genug 46


Das Leben
welches ich kannte,
war mir Sadist genug.

Wahnsinn der Welt 47


Und plötzlich wurde ihm
der Wahnsinn der Welt
bewusst, denn er trug
& ertrug die Melancholie
kaum mehr:


Sie war ihm zu sadistisch
geworden.


«Ach,» rief das Leben,
«doch ein Weichei!»

1 Rara Avis


  Eigentlich bin ich kein
  Rara avis
  obwohl…


15.12.2019

2 Schwaches Fleisch


   Mein Fleisch war schwach.

   Herz und Seele hielten

   gut mit.


   Nur die Zeit, machte mir      einen Strich durch die          unbedeutende Rechnung.

4

16.12.2019

5 Das Niveau
   wird gesprengt
   mit den Umkehrungen
   der Ansätze, die noch
   keiner versteht.

17.12.2019

Dir folgen 3


Ich wollte dir folgen mein Freund,
mein einziger Freund, denn ich war
einer von den Leuten, denen du es
Erzählen wolltest, dass du es bist
und wir dir, vertrauen können auf
dem Weg, dem unbekannten & mysteriösen Weg.


Aber mein Freund, ich war schon
unten, unten, in den blauen Pfützen Poesie und in den schwarzen Tümpeln Melancholie.


Also, wohin sollte ich noch gehen
mit dir? Zu dem Feuer in dir,
welches lange schon im Dunkeln stand?

Wenn ich in deinen Kopf sah,
warst du - so wie ich,- so leid s mir tut, längst schon tot.

6 Mit nüchterner Vernunft,
   kann man nicht –

   zu allen Schandtaten
   bereit sein.

7 Blutige Spuren


   Nur ich, kann meine
   blutigen Spuren der
   Vergangenheit

   manchmal noch sehen.


   Ihr, könnt sie nur erahnen,
   wenn ihr meine Narben
   betrachtet.

9 Dünne Haut 1. Version


   Das rostige Fahrrad, liegt krumm
   in meinen wüsten Gedanken.


   Die Polaroids zerbröseln in den
   wimmernden Erinnerungen.


   Und manchmal ist mir die Haut
   so dünn, dass ich hoch geh wie
   ein Luftballon - nur schneller.


   Die Gedanken gegen die Sonne,
   waren echt übel wird’s mir,
   beim Gedanken daran.

Bei dem Text Dünne Haut, wurde ich von dem "Nordplatzdichter" aus dem Instagram inspiriert. Seine kafkaesken Texte, sprechen mich an und ich bewundere diese Form von Lyrik sehr.


Dünne Haut 2. Version


Das rostige Fahrrad, liegt schwer
& krumm in meinen wüsten Gedanken.


Die Polaroids zerbröseln in den
wimmernden Erinnerungen und fristen
ihr Dasein in der Zerrissenheit.


Manchmal ist mir die Haut so dünn,
dass ich hoch geh wie ein Luftballon
nur schneller.


Die Gedanken gegen die Sonne, waren
echt übel wird’s mir, beim Gedanken
daran.


Furchen im Gesicht,
Wege ohne Licht


alles zerbricht
alles zerbricht,


ich will das nicht,
ich brauch das nicht!


Kreuze die Finger
hinterm schmerzenden
Rücken und hoffe
auf Besserung klingt wie:


abwarten und Tee trinken.


inspiriert by @nordplatzdichter

11

Die purpurnen Poeten


In den purpurnen Himmeln,
stehlen sich die purpurnen
Poeten durch die Langeweile;


Puristisch
          sind sie nicht!


Inspiriert by Nordplatzdichter Instagram

10

18.12.2019

Hier kommt meine bearbeitete Version. Mit freundlicher Genehmigung des @nordplatzdichter von Instagram.

Klimadialog 8


Sein Kopf war fort. Hing in den
Wolken.
Wenn die Welt zu sterben droht,
wie kann man dann noch überleben?
fragte er leise und sanft in die Runde.

Gehirnwäsche im Kollektiv, Antwortet
die Klimaverantwortliche.

Ok. Ich bin dabei! meint er spontan

und wach war er.

Du weisst ja nicht, was das heisst,

zweifelte sie die Antwort an.

Ist mir egal! rief er aus. Ist mir
egal, sollte nicht akzeptiert werden!
war die forsche Meinung. Tut es aber!
kam es schnell und noch forscher

zurück.. Nun gut. Danach bist du aber

nicht mehr der Alte, erklärte sie besorgt.

Will ich auch nicht mehr sein! meinte
er hoffnungsvoll, aber sicher.

Keine Erinnerungen an damals.
Gut!

Na gut. Dann geht es jetzt los.

 

              Und wieder
                waren es nur –
                 leere
                  Versprechungen.

Tatsächlich gibt es das auch mal, dass ich von einem Text so begeistert bin, dass ich daraus eine weitere Version machen möchte.

Kurzerhand habe ich dann den "nordplatzdichter" der bei Instagram seine kafkaesken Texte mit Fotos veröffentlicht angefragt und mit freundlicher Genehmigung, darf ich unsere Kooperation hier präsenteren. Vielen Dank dafür.